3. Februar 2020

Schiibeschlage - Fasnet - Fasten

Die Schieb’, die Schieb’ goht ebe nus, goht si nit, so gilt si nit, so g’härt si keiner Jungfer nit – wem soll die Schiebe g’hähre?

Im katholisch geprägten Elzach werden Traditionen und Bräuche hochgehalten. Nach der von allen Elzachern heißgeliebten Fasnet, bei der das gesamte Städtli fest in der Hand der Narrenfigur "Schuttig" ist, läutet der Aschermittwoch die Fastenzeit ein. Und zum Abschluss derselben findet jedes Jahr am vierten Fastensonntag, dem sogenannten "Sonntag laetare", das im gesamten südbadischen Raum verbreitete Scheibenschlagen statt - im Dialekt "Schiibeschlage" ausgesprochen.

Bei diesem Brauch entzündet jeder Ortsteil sein eigenes Höhenfeuer. Hierin werden handgeschnitzte Scheiben aus Holz zum Glühen gebracht und mit einem großen Stecken ins Tal geschleudert. Das geschieht nach einem ganz bestimmten Ritual und darf nur vom sogenannten Schiebeschlägerjahrgang durchgeführt werden. Dazu gehören alle jungen Männer, die im jeweiligen Jahr die Volljährigkeit erreichen.

Dem "Schiibeschlage" zuzusehen ist spektakulär. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt, wenn man die "Burschen" in ihren langen Mänteln und Hüten beobachtet und dem traditionellen Spruch zuhört, mit dem sie den fliegenden Scheiben eine Widmung zusprechen:

„Die Schieb’, die Schieb’ goht ebe nus, goht si nit, so gilt si nit, so g’härt si keiner Jungfer nit – wem soll die Schiebe g’hähre?“

 

Weitere Infos und Termine auf https://www.zweitaelerland.de/Das-ZweiTaelerLand/Kultur-Tradition/Die-Schieb-goht-ebe-nus

Stefanie Becherer:

Marketingleiterin im ElzLand Hotel Pfauen

Kategorien: Hotel